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Die Theologische Bewegung für Solidarität und Befreiung
(TheBe) ist eine ökumenische Basisbewegung von Christinnen und Christen, denen die Solidarität mit benachteiligten und bedrängten Menschen und Volksgruppen sowie die Befreiung aus allen Formen der Ungerechtigkeit zentrale Anliegen sind. (Zu den Kurzporträts in Französisch, Italienisch, Spanisch und Englisch)

RomeroTage 2026

19. - 24. März 2026 in Luzern 

Gerechtigkeit säen / Zukunft keimen lassen
Der Zugang zu Saatgut ist für viele Menschen im Globalen Süden lebensnotwendig. Indem Bäuerinnen und Bauern ihr Saatgut pflegen, teilen und weiterentwickeln dürfen, sichern sie die Zukunft ihrer Gemeinschaften. Doch dieses Recht wird durch zahlreiche gewinngetriebene Gesetze und Regelungen beschnitten. Das fördert die Ungleichheit und den Hunger auf der Welt. Diese Ungerechtigkeit wird an den Romero-Tagen benannt, und es wird über Wege zu einer würdigen Zukunft nachgedacht.

Do 19. März bis Di 24. März 2026
Zwölfnachzwölf
Innehalten kurz nach Mittag – mit Impulsen zum Thema der RomeroTage und musikalischen Akzenten.
Jeweils 12.12 Uhr (ausser Sonntag) in der Peterskapelle, Kapellplatz 1a, Luzern

Do 19. März 2026
The Last Seed
Eine filmische Odyssee mit anschliessendem Austausch «Wissenschaftsmusical» von Andréa Gema, Südafrika/Tansania/Deutschland, 2022 Englisch/Jola/Swahili mit deutschen Untertiteln, 77 Minuten
Eine filmische Reise durch afrikanische Länder mit bewegender Musik, fesselnden Bildern und engagierten Voten von Aktivistinnen, die sich für das Recht einsetzen, ihr lokal gezüchtetes Saatgut selbstbestimmt bewahren und teilen zu können.
Anschliessend Austausch und Fachkommentare moderiert von Vanessa Lange, Fastenaktion, Paul Mathis, Comundo, und François Meienberg, Pro Specie Rara.
19.15 Uhr Film und Austausch im Neubad, Bireggstrasse 36, Luzern

So 22. März 2026
«Wir bringen das Saatgut in die Erde» (Oscar A. Romero)
Sonntagsgottesdienst, vorbereitet mit dem «Verein Akzent» der Pfarrei St. Paul.
10:00 Uhr in der Kirche St. Paul, Moosmattstrasse 13, Luzern

Di 24. März 2026
Säen trotz steinigem Boden - Politisches Nachtgebet
Gestaltung: Josef Estermann, Musik: Stefan Siebenhaar
19:30 – 20:30 Uhr im RomeroHaus, Kreuzbuchstrasse 44, Luzern

Die RomeroTage in Luzern werden getragen von Fastenaktion, Comundo, Verein Bethlehem Mission Immensee, Katholische Kirche Stadt Luzern, Theologische Bewegung für Solidarität und Befreiung

Erwägungen 2/2025

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Befreiungstheologie – damals und heute

In den 1970er- und 1980er-Jahren übte die lateinamerikanische Befreiungs-theologie grosse Faszination aus – besonders auf junge Menschen. Sie waren im kirchlichen Umfeld aufgewachsen, fanden dort jedoch keine Antworten auf Fragen nach Armut, Ungerechtigkeit und der Ausbeutung des Südens durch den Norden. Es herrschte Aufbruchstimmung, es entstanden Basisgruppen und Solidaritäts-bewegungen. Auch die «Theologische Bewegung für Solidarität und Befreiung» (TheBe) ging aus diesen Impulsen hervor.

Heute ist die Begeisterung verflogen, die Gruppen sind kleiner und älter geworden – wie die Kirchen insgesamt. Konservative Theologie spricht gar vom «Tod der Befreiungstheologie». Doch Menschen, die ihre Wirkung vor Ort erfahren haben, widersprechen. Josef Estermann zeigt in einem neuen Buch, dass sich die Befreiungstheologie weltweit verbreitet und in verschiedenen Formen weiterlebt. Teresa und Pablo Vettiger-Meister finden an ihrem damaligen Wirkungsort in Kolumbien zwar eine geschrumpfte Basisgemeinde, doch die Engagierten wirken weiter. Franz Segbers ist überzeugt, dass heutige Krisen neue Aufbrüche hervorbringen werden. Gemeinsam ist ihnen die Erfahrung, dass Befreiungstheologie eine lebensverändernde Kraft entfalten kann, die bis heute nachwirkt.

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Jahresversammlung 2025 / Protokoll

Schweigen für den Frieden 2026

Weil uns die Worte fehlen

Leise, aber kraftvoll bringt Schweigen für den Frieden zum Ausdruck, dass uns oft die Worte fehlen, um auf das Elend von Flüchtlingen, von Krieg, Hunger und Unterdrückung weltweit zu reagieren.

Kornmarkt (Rathausplatz), Luzern
jeweils Donnerstag, 18.30–19.00

  • 30. Januar
  • 20. Februar
  • 27. März
  • 24. April
  • 22. Mai
  • 26.Juni
  • 21. August
  • 25. September
  • 30. Oktober
  • 27. November
  • 4. Dezember
  • 11. Dezember
  • 18. Dezember

pdfSchweigen für den Frieden 2026 - Flyer 518.19 KB

RomeroTage 2025 - Rückblick

20181014 Oscar Romero 2 c zVg Romerohaus klein

Mi. 19. bis Mo. 24. März | 12nach12: «Inputs mit musikalischen Akzenten»
Peterskapelle, Luzern

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Sonntag, 23. März 2025 | «Oscar Romero und der Hunger nach Gerechtigkeit» - Sonntagsgottesdienst Pfarrei St. Karl, Luzern / Predigt Josef Moser

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Erwägungen 1/2025

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Tomatensklaverei in Süditalien

«Warum ist eine Banane aus Lateinamerika billiger als ein Schweizer Apfel?» Mit dieser Frage rüttelte die Fairtrade-Pionierin Ursula Brunner vor rund fünfzig Jahren die Schweizer Konsument*innen auf. Und gab ihnen auch gleich die Antwort: Weil die Plantagenarbeiter im Globalen Süden zu Hungerlöhnen und sklavenähnlichen Bedingungen Schwerstarbeitbei der Ernte leisten.
Was einst weit weg schien, ist heute in nächste Nähe gerückt und die Frage müsste lauten: Warum kosten Tomaten aus Süditalien, vor allem Tomaten- konserven,trotz längerer Transportwege nur einen Bruchteil von hiesigen Tomaten? Die Antwort ist in der vorliegenden Nummer der Erwägungen zu finden: Weil die Erntehelfer in Süditalien für ihre Tagesarbeit, die in rund 1200 Kilo geernteter Tomaten besteht, maximal vier Euro Tageslohn erhalten. Den Rest, zum Beispiel die Kosten pro Kilo, kann man sich selber ausrechnen.
In der Schweiz wird in letzter Zeit oft darauf hingewiesen, wie selbstkritisch man zurzeit dabei sei, die kolonialen Verstrickungen aufzuarbeiten. Gleichzeitig stecken wir weiterhin mittendrin. Um das zu entdecken, brauchen wir kein kompliziertes Rückverfolgen von Lieferketten – es reicht, einen Blick auf importierte Billigprodukte und deren Hintergründe zu richten. Mit diesem Ziel hat eine Reisegruppe mit Teilnehmer*innen aus dem Umfeld der TheBe die Tomatenproduktion in Süditalien erforscht.

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Buchpräsentation „Nur in Zelten wohnt Gott“

Nur in Zelten wohnt Gott
Texte von Leonhard Ragaz, herausgegeben von Manfred Böhm – Ein Kalendarium
Luzern 2025, 422 Seiten

📅 Freitag, 28. November 2025, 18:30 Uhr
📍 Paulus Akademie, Pfingstweidstrasse 28, 8005 Zürich

Informationen und Anmeldung:
pdfFlyer Buchpräsentation
pdfFlyer Buchinformation

Erwägungen 2/2024

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Asylrecht unter Druck

«Dieses Jahr war das tödlichste, seit Geflüchtete nach Europa zu kommen 
versuchen.» Das sagen jene Engagierten, die das Manifest «Grundrechte für alle» verfasst haben. Doch es werde noch schlimmer kommen: Denn die im Frühling dieses Jahres von der EU beschlossene Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) führe zu weiteren Verschärfungen im Asylrecht, die Geflüchteten die Einreise nochmals erschweren und Abschiebungen weiter erleichtern. Alle, die sich für Geflüchtete einsetzen, sind alarmiert.
Die Besorgnis hat auch viele TheBe-Mitglieder und Engagierte im Umfeld der Neuen Wege ergriffen. Vor bald zehn Jahren hatten einige von ihnen die «Migrationscharta» verfasst, ein Grundlagenpapier, das mit seinen Forderungen nach «freier Niederlassung für alle» die Gemüter inner- und ausserhalb der Kirchen stark bewegt hatte. Aus dem damaligen Impuls ist nicht nur das Netzwerk migrationscharta.ch entstanden, sondern es sind auch weitere Ideen
und Projekte daraus herausgewachsen, zum Beispiel eine Konzeptgruppe für «humanitäre Korridore» oder ein Buch zum biblischen Hintergrund der Migrationscharta.
Diese Projekte sollen in der vorliegenden Nummer der Erwägungen vorgestellt werden. Sie alle tragen zur Hoffnung bei, dass den negativen Entwicklungen an Europas Aussengrenzen positive Impulse entgegengestellt werden können.

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OeME-Tagung 2025 (ehem. OeME-Herbsttagung)

welt.wandel.wir - Brennpunkt Welt 2025
Krisen. Herausforderungen. Chancen.

Kriege, Klimakrise, politische Spannungen und wachsende Ungleichheiten prägen unsere Zeit. Viele Menschen fühlen sich verunsichert und fragen sich, wie internationale Zusammenarbeit und Solidarität heute noch gelingen können. Während die Herausforderungen zunehmen, wird finanziell gekürzt. Die Streichung von Beiträgen, wie sie die USA, Deutschland aber auch die Schweiz als Staaten vorgenommen haben, sind für die Bevölkerung im globalen Süden mit drastischeren negativen Folgen verbunden, als wir wahrnehmen.

Die Tagung «Brennpunkt Welt 2025», die Nachfolgetagung der Ökumenischen Herbsttagung, nimmt diese Fragen und Problemstellungen auf. Sie beleuchtet aktuelle Herausforderungen, aber auch Chancen gemeinschaftlichen Handelns über Grenzen hinweg.
Freuen Sie sich auf inspirierende Inputs, eine Live-Zuschaltung aus dem Südsudan, eine Podiumsdiskussion mit Expert:innen sowie praxisnahe Workshops, die Mut machen, eigene Handlungsmöglichkeiten zu entdecken. Eine Spoken-Word-Performance rundet den Tag ab.
Das vollständige Programm der Tagung entnehmen Sie dem Flyer in der Beilage.

Melden Sie sich jetzt an und gestalten Sie mit, wie internationale Solidarität gelebt werden kann.

📅 Freitag, 21. November 2025, 8.30-16.00 Uhr
📍 Rotonda der Pfarrei Dreifaltigkeit, Taubenstrasse 4, 3011 Bern, auf Google Maps anzeigen

Anmeldung unter: 
welt.wandel.wir - Brennpunkt Welt 2025

Flyer_Brennpunkt_Welt_2025.pdf

Solidarreise Süditalien 2026

Solidarreise

Durch den Film «Das neue Evangelium» von Milo Rau entstand der Kontakt zwischen dem Offenen St. Jakob, dem Regisseur sowie dem Aktivisten Yvan Sagnet. Dabei wurde deutlich, dass Tomaten für Schweizer Supermärkte oft unter sklavenähnlichen Bedingungen von Migrant:innen in Süditalien geerntet werden. Viele werden von der Mafia ausgebeutet, doch es gibt auch Widerstand: Migrant:innen organisieren sich, gründen «Häuser der Würde» und die faire Produktionslinie «NoCap».
Der Offene St. Jakob unterstützt diese Bewegung seit fünf Jahren und organisiert erneut eine Reise nach Süditalien, um die Situation vor Ort kennenzulernen und über weitere Unterstützungsmöglichkeiten aus der Schweiz nachzudenken.

Die Erwägungen 1/2025 haben das Thema 'Tomatensklaverei in Süditalien' aufgegriffen.
Tomatensklaverei in Süditalien

Die Solidarreise Süditalien findet vom 23. Mai bis 30. Mai 2026 statt.
Solidarreise2026.pdf